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Herzlich Willkommen
Herzlich Willkommen auf der neuen Homepage des Obst- und Gartenbauverein Heumaden
Was zeichnet einen Gärtner aus?
Nicht nur sein Saatgut und seine Setzlinge, auch nicht die Größe seiner Äpfel. Nein, dazu braucht er auch die Erfahrung mit seiner Umgebung und deren Naturbedingungen. Diese Erfahrung versucht der Obst- und Gartenbauverein Heumaden durch regelmäßige Schnittunterweisungen, durch Fachvorträge und Besichtigungen zu unterstützen.
Wir in Heumaden sind in der glücklichen Situation dass schon in der Oberamts-Beschreibung aus dem Jahr 1843 zu lesen ist:
„In Heumaden ist gut seyn,da wächst alles.“

Landschaftlich schön liegt Heumaden auf einem flachen, gegen das Neckartal sanft geneigten Bergrücken, am östlichen Rand der Filderebene. Die Höhenlage reicht von 245 m über NN am Ortsrand von Hedelfingen, 408 m bei der alten Kirche, bis 436 m an der Kirchheimer Straße.
Lernen Sie den Obst- und Gartenbauverein Heumaden kennen und nutzen Sie diese Seiten zu Ihrem Wohl!
Sommerfest 2011
001 Alte Kirche
002 Aufbau außen
003 Aufbau innen
004 Aufbau innen
005 Kuchenbuffet
006 langsamer Beginn
007 Kaffeezeit
008 es füllt sich
009 Kaffeezeit
010 Sturm aufs Küchenbuffet
011 Schankbetrieb
012 zufriedene Gäste
013 zufriedene Gäste
014 Vesperzeit
015 kommet ond schwätzet
016 Es geht nicht ohne Personal
017 no nix daneba
018 draußen regnets
019 Unterhaltung ist Schwerpunkt
020 Heimweg mit Schirm
Jahresausflug nach Dresden
Unsere Anreise führte über die Autobahn Nürnberg- Hof- Plauen- Chemnitz nach Radebeul. Hier sind wir in den historischen Dampfzug, die „Lößnitzgrundbahn,“ umgestiegen und nach Moritzburg gefahren. Wir hatten dort Zeit das Wasserschloss, die Fasanerie oder die Ortschaft anzuschauen. Danach legten wir die letzten Kilometer nach Dresden- Neustadt zum Hotel zurück.
Bilder 1 – 11
Der 2. Tag begann mit einer Stadtrundfahrt und Führung durch Dresden. Danach nahmen wir an einer Orgelandacht in der neu errichteten Frauenkirche teil. Anschließend hatten wir viel Zeit die barocke Altstadt von Dresden, geprägt durch August den Starken, zu besichtigen.
Bilder 12 – 26
Am 3. Tag fuhren wir der Elbe entlang zur Festung Königstein. Die Aussicht auf die Elbe und über das Land war herrlich. Dort war ein Treffen von historischen Landsknecht Truppen, die sich mit Böllerschüssen begrüßten. Weiter fuhren wir über Bad Schandau und das schöne, immer enger werdende, Kirnitzschtal zur „Bastei“ mit Felsenburg. Herrliche Felsen ragen über 150 m in die Höhe. Auf der Heimfahrt hielten wir beim schönsten Milchladen, der Gebr. Pfunds Molkerei, in Neustadt zu einem Besuch an.
Bilder 27 – 53
Unsere Heimreise unterbrachen wir in Freiberg, wo das Bergmannsfest stattfand. Viele Gruppen mit alten Bergmannsuniformen marschierten in einem Umzug an uns vorbei!
Bilder 54 – 60
Hornissen
„Sieben Hornissenstiche töten ein Pferd, drei einen Menschen“ heißt es im Volksmund. Leider ist dieses Vorurteil noch immer weit verbreitet. Doch die Angst vor Hornissen ist unbegründet. Diese wunderschönen und zugleich wehrhaften Insekten sind nicht gefährlicher als eine Honigbiene oder eine Wespe. Nur der Stich ist schmerzhafter, denn das Gift enthält eine als brennend empfundene Substanz und der größere Stachel kann tiefer in die Haut eindringen.
STECKBRIEF – HORNISSE (Vespa crabro)
Körpermerkmale:
Die Hornisse sieht einer Wespe sehr ähnlich. Sie ist jedoch wesentlich größer (40 mm) und robuster gebaut. Beim Fliegen erzeugt sie einen tieferen Summton als eine Wespe oder eine Biene. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen Hornisse und Wespe ist die kastanienbraune Färbung der Hornisse.
Fortpflanzung/Nestbau
Nach der Überwinterung an einem frostsicheren Platz sucht sich die junge Hornissenkönigin einen neuen Niststandort und beginnt aus zerkautem Holz ein Nest zu bauen. Für die Aufzucht der ersten jungen Arbeiterinnen ist noch die Königin verantwortlich. Anschließend kann sie sich auf die Eiablage konzentrieren. Im Lauf des Sommers kann der Hornissenstaat eine beachtliche Größe (Durchmesser 2 Meter) und eine Individuenzahl von mehreren hundert Tieren erreichen. Im Herbst sterben die Arbeiterinnen, die Männchen und die alte Königin. Nur die begatteten Weibchen überwintern in der Erde oder im morschen Holz. Sie gründen im nächsten Frühjahr einen neuen Staat.
Ernährung
Hornissen ernähren sich größtenteils karnivor, das heißt sie jagen und erbeuten andere Insekten. In sehr seltenen Fällen fressen die Tiere auch Aas, bevorzugen in der Regel aber lebende Beute. Die Beute eines mittelgroßen Volkes von etwa 300 bis 400 Tieren wird mit einem halben Kilogramm pro Tag angegeben. Da Hornissen auch Nachts fliegen können, tragen sie genau wie die Fledermäuse zur natürlichen Schädlingsbekämpfung und zum Gleichgewicht in der Natur bei. Darüber hinaus bevorzugen sie kohlenhydratreiche Nahrung in Form von süßen Säften wie beispielsweise Fallobst oder Blütennektar.
Verhalten/Gefährlichkeit
Die Hornisse ist ein wehrhaftes Tier, wenn es darum geht, ihr Nest zu verteidigen. Die Gefährdung für Menschen und deren Haustiere wird aber stark übertrieben. Das Gift der Hornisse ist vergleichbar mit dem von anderen Wespen, allerdings nicht identisch – es weist sogar eine geringere Toxizität auf.
Ein Stich ist nur in den seltensten Fällen tödlich (Ausnahme: Allergiker). Tatsächlich sind für eine Lebensgefährdung etwa 500 bis 1.000 intensive Hornissenstiche Voraussetzung. Da nur etwa ein Zehntel der Hornissen eines Nestes stechen, wird diese Zahl niemals erreicht. Stiche durch Hornissen lassen sich durch einen respektvollen Umgang fast sicher vermeiden. Denn die Großwespen sind friedfertiger als gewöhnliche Kleinwespen.
Verbreitung
Hornissenarten kommen in Europa, Asien, Afrika und Amerika vor. Sie haben sich an feuchtwarme Waldklimate und sogar an trockens Wüstenklima angepasst.
Die Tiere benötigen aber in jedem Fall ausreichend Wärme, um fliegen und überleben zu können. Deshalb sind sie in dauerkalten Gebieten nicht anzutreffen.
In Europa kommen zwei Hornissenarten vor. Beide gehören zur Familie der echten Wespen und sind als Hautflügler auch mit der Honigbiene verwandt.
Gefährdung/Schutz
In Deutschland sind Hornissen ganzjährig geschützt!
Ohne natürliche Feinde (die gelb-schwarze Zeichnung hält mögliche Angreifer fern) kann nur der Mensch den Hornissen gefährlich werden. Intensive Forstwirtschaft zerstört natürliche Brutmöglichkeiten im Wald, in Menschennähe werden die Tiere vergiftet oder ausgeräuchert.
Textquelle: Norbert Gorbach inatura.at
Kirschen – Probleme bei der Blütenbefruchtung I
Jetzt, wo es langsam die Ernte der Kirschen beginnt, steht so mancher Gartenbesitzer vor seinem großen Kirschenbaum – der aber keine einzige Kirsche trägt. Jedes Jahr voll mit Blüten, völlig gesund und frostfreie Nächte und trotzdem “kirschfrei”.
Die Befruchtung der Kirschblüte übernimmt jedes Jahr die Biene. Natürlich kann es in kalten und regnerischen Frühjahren zur Ertragsausfällen kommen, da die Biene bei nass-kalter Witterung nicht fliegt. Wenn aber die Bienen fleißig fliegen und auch sonst keine Probleme auftreten, sollte man sich tiefere Gedanken machen ob man die richtige Sorte gepflanzt hat, oder welche Sorte man noch zusätzlich als Befruchter pflanzen kann.
Die Möglichkeit Früchte auszubilden wird als Fruchtbarkeit = Fertilität bezeichnet. Die Kirschen kennen drei Arten der Fertilität:
- Selbstverträglichkeit = Selbstfertilität
- Selbstunverträglichkeit = Selbststerilität
- Kreuzungsunverträglichkeit = Intersterilität
Selbstverträglichkeit / Selbstfertilität
Selbstfertile Sorten benötigen keine Fremdbefruchtung. So entwickeln sich trotz fehlender anderer Sorten ausreichend Kirschen. Auch bei einem Ausfall der Bienen in einem Jahr, trägt dieser Baum trotzdem reichlich Kirschen. Wenn Sie nur einen einzigen Kirschbaum pflanzen wollen und im Umkreis nicht dutzende andere Kirschsorten sind, ist eine selbstverträgliche Sorte eine sehr gute Möglichkeit trotzdem jedes Jahr Kirschen ernten zu können.
Außerdem kann ein selbstfertiler Kirschbaum als universeller Pollenspender für andere Sorten eingesetzt werden. Suchen Sie also nach einer weiteren Sorte als Befruchter für Ihren Kirschbaum, so achten Sie auf eine selbstverträgliche Sorte.
Hervorragend geeignete selbstfertile Kirschsorte ist die Lapins (früh). Eine sehr reichtragende Kirschsorte aus Kanada, die dortige Hauptsorte im Kirschenanbau. Skeena und Sweetheart sind weitere Sorten die sehr gute Ergebnisse erzielen.
Selbstunverträglichkeit / Selbststerilität
Ein großes Problem der Süßkirschen (und an manchen Sorten der Sauerkirschen) ist die Selbstunverträglichkeit. Selbststerile Sorten sind untereinander nicht in der Lage die Blüten zu befruchten. Diese Sorten sind immer auf einen Fremdbefruchter angewiesen. Da bedeutet: werden drei Bäume, die aller zur selben selbststerilen Sorte gehören, gepflanzt, so können die Pollen der einzelnen Bäume nicht die Blüten der anderen befruchten! Sie benötigen immer eine andere Sorte, die diese Bäume dann befruchten kann (z.B. eine selbstfertile Sorte).
Kreuzungsunverträglichkeit / Intersterilität
Nicht jede Sorte kann eine andere Sorte befruchten. Hier spricht man von Kreuzungsunverträglichkeit der beiden Sorten.
Was muss ich als beim Kauf eines Kirschbaums beachten?
Seit langem wissen die forschenden Universitäten und Fachschulen das jede Sorte zwei Sterilitätsfaktoren = S-Allele besitzen. Sorten mit gleichen S-Allelen sind untereinander nicht kompatibel, das bedeutet, das der Pollen mit der gleichen S-Allele nicht bis in die Eizelle im Fruchtknoten durchwachsen kann.
Gute Baumschulen geben daher neben dem Blühzeitpunkt (siehe auch Fachbeitrag Kirschen – Probleme bei der Blütenbefruchtung II) auch die S-Allele mit an. Die S-Allele wird als “S” gefolgt von einer Zahl angegeben. Sorten mit gleicher S-Allele sind untereinander inkompatibel. Ein Beispiel soll helfen den Sachverhalt besser zu verstehen:
Sorte: Burlat
Blühzeitpunkt: mittelfrüh
S-Allele: S3 S9
hierzu passt
Sorte: Merchant
Blühzeitpunkt: mittelfrüh
S-Allele: S2 S4
Beide Sorten blühen mittelfrüh und besitzen keine gemeinsamen S-Allelen. Daher sind diese Sorten untereinander kompatibel und eignen sich als Befruchtersorte. Sollten Sorten eine von beiden S-Allelen gemeinsam haben, so befruchten nur 50% der Pollen.
Blütenrundgang 2011
Unser Blütenrundgang am Sonntag 10. April 2011 führte uns zuerst zum Garten von Anna und Otto Rudolf wo wir vergangenes Jahr zwei junge Apfelhochstämme geschnitten haben. Schön zu sehen war der Zuwachs und Dieter Eckardt konnte zeigen wie Leitäste in die richtige, aufsteigende Position gebunden werden. Solche Erziehungsmaßnamen sind an Jungen Bäumen sehr wichtig denn ein schwacher Trieb wird durch Vorübergehendes steilstellen im Wuchs gefördert. Ein stark wachsender kann dagegen flacher gestellt werden. Dies war der erste fachliche Teil unseres Blütenrundgangs. Trotz des frühen Termins blühte in Heumadens Grüngürtel Nicht nur Kirschen sondern es zeigten einzelne Birnen und Apfelbäume ihr Frühjahrskleid.
Richtig bunt wurde es dann in Ingrids und Huberts Garten. Dort blühten zwei Sauerkirschen die gemeinsam etwas ausgelichtet wurden. Nach dem fachlichen, kam anschließend der Gesellige Teil, auf den einige schon gewartet haben.
Zierpflanzenschnitt in Hohenheim 2011
Am 12. März besuchte unser Obst- und Gartenbauverein den Exotischen Garten in Hohenheim und bekam von Herrn Koch eine gründliche Einweisung im Zierpflanzenschnitt.
